METHODE • 05. Feb 2026 • 4 Min Lesezeit

Reflexion als Delivery-Tool

Du schaffst Raum, um Ursachen zu sehen – nicht nur Symptome zu bekämpfen.

Symbolbild: Reflexion im Team

Situation (Symptom)

Ihr arbeitet viel, aber es fühlt sich an wie „Feuerwehrmodus":

Bugs, Nacharbeit, Diskussionen, wechselnde Prioritäten. Retros werden nett, aber folgenlos. Danach geht's weiter wie vorher – bis zur nächsten Eskalation.

Was wirklich dahinter steckt (Mechanik)

  • Ohne Reflexion bleibt ihr in Symptom-Management hängen.
  • Viele Teams sprechen über Probleme, aber nicht über Mechaniken (Ursache → Wirkung).
  • Ohne klares Format wird Reflexion entweder Therapie oder Diskussion – aber nicht Delivery.

Kosten (Impact)

  • Wiederholte Fehler kosten mehr als ein sauberer Prozess.
  • Vertrauen sinkt: „Wir reden viel, es ändert sich nichts.“
  • Führung wird reaktiv statt gestaltend.
[ WERKZEUGE ]

2 Tools für Montag

1

15-Min-Format Ursache → Symptom → Wirkung

Ziel: Weg von Meinungen, hin zu Mechanik.

Ablauf (15 Minuten):

    • Symptom (2 Min): „Was ist passiert? Welche Beobachtung?“
    • Wirkung (3 Min): „Was hat es gekostet? Zeit/Qualität/Unruhe?“
    • Ursache (5 Min): „Welche Mechanik erzeugt das?“ (nicht „wer war schuld“)
    • Entscheidung (5 Min): „Eine Änderung, die wir nächste Woche testen.“

Wichtig: Nur eine Änderung. Sonst passiert nichts.

2

Spiegeln ohne Eskalation (für 1:1 / Team)

Drei Sätze, die funktionieren.

    • „Ich beobachte X.“ (konkret)
    • „Das hat Wirkung Y.“ (Kosten)
    • „Ich erwarte Z / wir entscheiden Z.“ (Klarheit)

Training, das wirklich wirkt.

Kein Bullshit-Bingo, keine Motivations-Folien. Nur Methoden, die im Tech-Alltag bestehen.